Zum Klettern ins Ennstal…

Der Nationalpark Kalkalpen – Region Ennstal liegt in Oberösterreich und hat die größte Klettergartendichte in Österreich. Das ist für uns ein Grund, zum Klettern ins Ennstal zu fahren und sich dieses Tal einmal genauer anzusehen. Dass ein Freund von uns in dieser Region wohnt, macht die Entscheidung leichter und so führt unser Weg nach Oberösterreich. Da wir uns ja sehr gerne aktiv erholen, scheint dies hier ein perfekter Ort zu sein. Wir freuen uns und sind schon sehr gespannt, was uns erwartet.

Anreise ins Ennstal

Von Vorarlberg erreichen wir das Ennstal über die Deutsche Autobahn München / Salzburg und weiter bis nach Steyr in Richtung Garsten. Hier in der Nähe besuchen wir unseren langjährigen Freund der uns die nächsten Tage seine Heimat ein wenig näher bringen wird. Die Anreise dauert ca. 5 Stunden.

Wo sind die Klettergebiete?

Wenn man von Steyr in Richtung Großraming fährt, dann kann man sich sehr schwer vorstellen, dass es hier Felsen zum Klettern gibt. Die Landschaft ist eher hügelig und Felsen sind nicht erkennbar. Da unser Freund sich hier sehr gut auskennt, steuern wir unser erstes Ziel an. Es sind die Klettergebiete rund um Laussa. Die Kletterrouten an der Riesenbergerwand in Laussa sind kurz aber dafür knackig. Wir testen uns an den unteren Sektoren und stellen fest, dass die Bewertung doch recht hart ist.

Um einen Überblick über die Klettergebiete zu erlangen, fahren wir ein paar nahe liegende Klettergebiete ab. So schauen wir uns die Sonnleitnerwand und Langensteinermauer an. Geklettert sind wir hier nicht, aber es sieht doch recht einladend aus. Auch hier sind die Kletterrouten eher kurz und vermutlich auch wieder recht anspruchsvoll.

Den nächsten Tag verbringen wir beim Klettern am Sauzahn. Dieser ist schon von weitem erkennbar und durch einen kurzen und recht einfachen Zustieg erreichbar. Die Klettergebiete sind hier alle sehr gut ausgeschildert. Zur Eingewöhnung klettere ich eher die leichteren Routen und es macht Spaß. Die schwereren Routen sind richtig schwer und hier bin ich dann nicht so erfolgreich. Aber vielleicht bin ich auch nicht in “Topform”. Nach 10 Kletterrouten heißt es auch für uns, Schluss für heute.

Spontanes Treffen in Trattenbach

Ihr wisst ja, dass die liebe Sabi von smilesfromabroad.at eine gute Freundin von mir ist und in Linz wohnt. Ich kontaktiere sie spontan und wir verabreden uns auf ein Treffen im Kletterzentrum Trattenbach noch am gleichen Tag. Das Kletterzentrum Trattenbach besteht aus dem Klettersteig Beisteinmauer und dem Klettergebiet Weißensteinerwand. Die Auswahl an Klettersteigen an der Beisteinmauer ist groß. Sabi ist bei allem dabei und so entscheiden wir uns kurzerhand für die Begehung des Klettersteiges mit folgender Variante:

Am Klettersteig an der Beisteinmauer unterwegs

Wir steigen über den Little Rock Übungsklettersteig zum Hetschi Klettersteig und über die Nepal Brücke (63 m lange Seilbrücke) weiter zum Großalber Klettersteig. Dieser ist mit D/E angegeben. Wir ruhen uns kurz beim Brunner Bankerl aus und steigen zum Gipfel der Beisteinmauer auf. Über den gut ausgeschilderten Abstieg geht es zurück und schon sind wir wieder beim Parkplatz. Im Hofstadl gibt es für uns den verdienten Radler und einen ausgezeichneten Burger. Wie cool, wenn man so spontan mit Freunden was unternehmen kann. Danke Sabi!

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Unterschätzte Gefahren am Klettersteig!

 

Das Wetter wird schlechter, was nun?

Da sich das Wetter am nächsten Tag leider verschlechtert und es den ganzen Tag regnet, entscheiden wir uns, die Kletterhalle in Gaflenz zu besuchen. Wie schön, wenn man bekannte Gesichter wie den Franz – der Betreiber der Kletterhalle nach vielen Jahren wieder trifft. Wir versuchen uns an den verschiedensten Routen, bis wir keinen Griff mehr halten können. Wir sind von der Kletterhalle begeistert. Die Routen sind richtig interessant geschraubt und es gibt in jedem Bereich genügend Auswahl.

Der Schiederweiher in Hinterstoder

Da der Wetterbericht für die nächsten Tage keine Wetterbesserung verspricht, entscheiden wir uns, nach Hinterstoder zu fahren. Hier befindet sich nach der Wahl 9 Plätze 9 Schätze, der schönste Platz Österreichs – der Schiederweiher. Eine kurze Wanderung führt uns dorthin. Wir genießen die kurze trockene Phase, bevor der Regen wieder einsetzt. Hier am großen Priel befindet sich der längste Klettersteig von Österreich. Leider kann man diesen bei schlechtem Wetter nicht besteigen. Deshalb steht er bei unserem nächsten Besuch auf meiner Liste ;-)))

Guter Rat ist teuer

Das Wetter scheint sich nicht zu bessern. Nun ist guter Rat teuer. Wir wollten doch eigentlich zum Klettern ins Ennstal, oder? Dies wird bei Regen wohl nichts mehr und deshalb entscheiden wir uns nach langem hin und her, weiter in Richtung Gosausee zu fahren. Dort habe ich noch eine Rechnung offen, denn ich möchte unbedingt den Laserer Alpin Klettersteig machen. Beim letzten Besuch war dieser ja gesperrt. Also fahren wir weiter in Richtung Gosau.

Der Wetterbericht verspricht leichte Besserung auf den nächsten Tag und danach wieder Regen. Ach was für ein Pech. So nutzen wir am folgenden Tag das Schönwetterfenster und besteigen den Laserer Alpin Klettersteig am Gosausee. Ein kurzer, aber wirklich lässiger Klettersteig im mittleren Schwierigkeitsbereich. So direkt über einem See zu klettern ist etwas ganz Besonderes. Leider hält das Wetter nicht und wir können den Donnerkogel Klettersteig, der sich ebenfalls hier in der Nähe befindet nicht besteigen. Also müssen wir unbedingt bei gutem Wetter wiederkommen.

Leiter hoch über dem Gosausee

…weiter geht es in die Zugspitzregion!

Nachdem sich die Wetterlage in dieser Region nicht bessert, verwerfen wir unsere Pläne, im Ennstal zu klettern und fahren Richtung Heimat. Da ich meinem Schatz unbedingt noch die “Karibik Bayerns” zeigen möchte, ist unser nächstes Ziel der Eibsee bei Garmisch Partenkirchen. Schnell ist die Lage gecheckt und ich schlage vor, am nächsten Tag auch bei etwas ungewissem Wetter mit den E-Bikes die 5 Seen E-Biketour zu machen. Eine gute Entscheidung, denn das Wetter hält den ganzen Tag. Zu guter letzt steht noch die Partnachklamm auf  unserem Programm, und diese können wir noch bei trockenem Wetter besuchen.

5 Seen E-Bike Tour in Garmisch Partenkirchen
Partnachklamm

Und so endet nun unser Urlaub, der eigentlich zum Klettern ins Ennstal führte in der Zugspitzregion, wo wir unsere Heimreise antreten. Ich denke, wir geben dem Ennstal noch eine weitere Chance und hoffen auf besseres Wetter bei unserem nächsten Besuch.

Wer kennt die Klettergebiete im Ennstal und welche gefallen euch am Besten? Habt ihr Tipps, was wir bei unserem nächsten Besuch unbedingt dort machen sollen? Ich freu mich auf regen Austausch.

Bis zum nächsten Mal…

Eure Bine

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2 Kommentare bei „Zum Klettern ins Ennstal…“

  1. Hallo!
    Da warst du ja praktisch bei mir zu Hause :)
    Jaja ich weiß schon, warum es mich immer wieder in die “alte Heimat” zurückzieht, obwohl ich die Schweiz mittlerweile auch sehr ins Herz geschlossen habe :)

    War ein richtig schönes Deja-vu, die vielen Kletterrouten und Felsen mal wieder zu sehen, an denen ich Klettern gelernt habe… Danke dafür!! Ich glaube, ich mache demnächst einfach wieder mal Heimaturlaub bei meinen Eltern… :)

    Viele Grüße von einer gebürtigen Ennstalerin, die in der Schweiz auf der Alm lebt und arbeitet :)

    1. Liebe Therese!
      Das ist ja toll. Wir waren das erste Mal im Ennstal,
      müssen aber unbedingt nochmals hin, da das Wetter leider nicht so besonders war.
      Es ist wirklich schön dort.
      Dann wünsch ich Dir viel Spaß bei Deinem nächsten Besuch in der Heimat.

      Ganz liebe Grüße
      Bine

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