Känzele Klettersteig – eine Winterbegehung!

Wenn im Tal der Schnee liegt und die Berge im Sonnenlicht schimmern, dann will man doch nichts wie hinaus in die schöne Natur. Auch wenn sich das Skifahren zeitlich gerade nicht ausgeht, suche ich oft nach Alternativen und da hab ich etwas richtig cooles gefunden. Denn bei uns im schönen Ländle gibt es am Gebhardsberg bei Bregenz einen wunderschönen Klettersteig. Vom Frühjahr bis in den späten Herbst sind hier am Känzele Klettersteig viele Bergfexen  unterwegs. Er besteht eigentlich aus 2 Steigen – einmal einer leichteren Variante und einmal ist der Steig etwas schwieriger. Der Känzele Klettersteig ist ca. 70 m hoch und weist eine Schwierigkeit bis max. C auf. Beide Varianten sind sehr lohnend und ich bin immer wieder begeistert, wie lässig diese beiden Steige sind. Auch wenn einmal wenig Zeit ist, dieser Klettersteig geht immer. (Manchmal auch in der Mittagspaus ;-)!
Nun wollte ich diesen Klettersteig auch mal im Winter machen. Ob das geht verrate ich euch hier:

Känzele Klettersteig im Winter

Kann man nun einen Klettersteig auch im Winter begehen? Auf was muss man besonders achten, wenn man so ein Abenteuer unternimmt? Geht das überhaupt? Welche Bedingungen können vorherrschen? Viele Fragen und meine Antworte dazu gibt es hier:

Zuerst überlege ich mir, wie ist  eigentlich der Zustieg zur Wand und wie ist es mit dem Abstieg?  Ist er ausgesetzt und rutschig? Ist dies auch bei schlechten Verhältnissen möglich? Kann man das auch bei Schnee machen?

Beim Känzele Klettersteig kann ich sagen, dass der Zustieg recht einfach ist und auch der Abstieg keine allzu großen Schwierigkeiten zeigt. Das Einzige, was vielleicht die Sache erschwert, sind nasse Stellen am Steig. Hier ist es gut, wenn man am Klettersteig noch Kraftreserven hat. Man muss natürlich schon aufpassen, dass man gerade beim Ausstieg des Klettersteiges nicht im Schnee ausrutscht. Auch sollte die Wahl der richtigen Ausrüstung gut durchdacht sein.

Sehr überrascht war ich über die Trockenheit an der südseitig ausgerichteten Wand. Am Einstieg lag noch Schnee aber die ganze Wand war super trocken und gut zu begehen. Oben am Ausstieg lag ebenfalls noch ziemlich viel Schnee – aufpassen musste man nur am Ausstieg, dass man nicht ausrutscht. Für mich war dies eine sehr lohnende Tour im Winter.

 

Bekleidung

Wenn man im Winter am Klettersteig unterwegs ist, dann ist es wichtig, die Bekleidung so zu wählen, dass einem nicht zu kalt ist. Auch kann es einem bei der Anstrengung schnell passieren, dass einem zu warm wird. Ich behelfe mir da immer des Zwiebelprinzips. Lieber eine Schicht zu viel als eine Schicht zu wenig. Ausziehen geht immer, oder? Vor allem beim Zustieg und auch beim Abstieg trage ich liebe eine etwas wärmere Jacke.
Ganz wichtig sind im Winter die Handschuhe. Da die Drahtseile meistens recht kalt sind, sollte man die Handschuhe auf keinen Fall vergessen. Bei den Handschuhen ist darauf zu achten, dass man einen guten Gripp hat. Bei den Schuhen achte ich darauf, dass beim Einstieg in den Klettersteig die Schuhsohlen sauber sind, denn mit schmutzigen Sohlen kann es leicht passieren, dass man am Fels oder an den Eisenstiften ausrutscht. Und ein Sturz am Klettersteig ist TABU. Auf meinem Blog gibt es einen interessanten Beitrag “Sicher unterwegs am Klettersteig” den ihr hier nachlesen könnt.

Ausrüstung

Welche Ausrüstungsgegenstände sind immer dabei:

  • Klettersteigset (Edelried)
  • Klettergurt (Salewa)
  • Helm (Salewa)
  • Handschuhe (Sommer wie Winter)
  • Pauseschlinge (praktisch auch zum Fotografieren)
  • etwas zum Trinken
  • kleine Jause (wenn nötig)

Meine Varianten

Wenn ich genügend Zeit habe, dann habe ich für mich eine tolle Variante für diesen Klettersteig gefunden. Ich parkiere beim Gebhardsberg Parkplatz, wandere entlang des Unteren Känzeleweg bis zum Einstieg des Klettersteiges. Anschließend steige ich über den Klettersteig auf , gelange somit an den oberen Känzeleweg und  folge diesem  Richtung Fluh. Ich folge wieder dem Weg in Richtung Tal (unterer Känzeleweg). Anschließend wandere ich dann wieder bis zum Einstieg des Klettersteiges und steige dann über die 2. Variante hoch. In kurzer Zeit gelange ich dann wieder auf den Parkplatz und Ausgangspunkt zurück.  Somit kann ich beide Steige mit einer tollen Wanderung verbinden. Für diese Variante plane ich mindestens 2 – 3 h Zeit ein. Für mich ist dies eine perfekte Klettersteig- und Wandertour.

Einkehrmöglichkeiten

Als Belohnung kann ich euch einen Besuch im Burgrestaurant Gebhardsberg empfehlen. Zu einem guten Kaffee und einem warmen Apfelstrudel kann man schwer “nein” sagen ;-)
Weiters habt ihr von hier aus auch einen grandiosen Ausblick (vor allem bei Sonnenuntergang) auf das schöne Rheintal und den Bodensee. Dazu habe ich hier einen Bericht geschrieben.

Info in Kürze

Anreise: Über Bregenz in Richtung Fluh – Parkplatz beim Gebhardsberg (kostenlos)
Zustieg: Benutze den Weg Richtung Unterer Känzeleweg – Der Weg zum Klettersteig ist angeschrieben
Dauer: je nach Variante   1 1/2 h – 3 h
Einkehrmöglichkeiten: Burgrestaurant Gebhardsberg
Schwierigkeit: je nach Variante B/C
Topo: die Routenbeschreibung findet ihr hier

Kennt ihr den Känzele Klettersteig? Welche Variante gefällt euch besser? Habt ihr auch Begehungsvarianten? Habt ihr vielleicht auch schon mal einen Klettersteig im Winter begangen? Wenn ja, welcher war das? Ich freu mich auf eure Kommentare.

 

Ähnliche Beiträge

2 Kommentare bei „Känzele Klettersteig – eine Winterbegehung!“

  1. […] das ganze Jahr über aktiv zu bleiben. Sei es in der Kletterhalle, im Fitness-Studio oder auch bei Outdoor-Aktivitäten wie z.B. Skitouren und […]

  2. […] die Winterbegehung des Känzele Klettersteiges gibt es bald hier meinen […]

Schreibe einen Kommentar