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Die Schesaplana – der höchste Gipfel im Rätikon

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Der Herbst zieht ins Land und die Tage werden kürzer. Die warmen Temperaturen untertags laden zum Wandern ein. Ich nutze die schönen Herbsttage und habe mich für eine etwas längere Wanderung auf die Schesaplana entschieden.

Ausgangpunkt Talstation Lünerseebahn

Ich parkiere mein Auto bei der Talstation der neu eröffneten Lünerseebahn und überwinde die ersten 400 m ganz einfach mit der Bahn. Hier unten bei der Talstation befindet sich der schwerste Sportklettersteig in Österreich sowie ein Klettergarten. Diesem schenke ich heute aber keine Beachtung, denn mein erstes Ziel ist der höchste Gipfel im Rätikon.

Der Rätikon

Die Gebiergsgruppe befindet sich am westlichen Rand der Ostalpen und grenzt an die Schweiz, Lichtenstein und Österreich. Er ist ein sehr beliebtes Ziel für Bergwanderer und auch Alpinisten, die sich hier an den schweren Wänden der Kirchlispitzen versuchen. Für Bergwanderer ist vielleicht der Rätikon Höhenweg interessant. Dieser führt vom Montafon bis ins Prättigau und zählt zu den schönsten Traversierungen in den Alpen.

Aufstieg von der Douglashütte zur Totalphütte

Es ist noch recht früh am morgen. Ich nehme die 1. Bahn und fahre bis zur Bergstation der Lünerseebahn, wo sich auch die Douglashütte befindet. Entgegengesetzt des Uhrzeigersinnes wandere ich dem Lünersee entlang, bis die Abzweigung zur Totalphütte meinen Weg weist. Nun ist es vorbei mit dem gemütlichen dahin schlendern. Der Weg wird etwas rupiger und steiler und nach gut einer Stunde erreiche ich die Totalphütte.

Herrlicher Ausblick auf den Lünersee

Immer wieder fällt mein Blick zurück auf den wunderschönen Lünersee, den ich bei einer früheren Wanderung bereits umrundet habe. Damals habe ich mich schon in diese tolle Landschaft verliebt. Und auch heute enttäuscht sie mich nicht. Schön sieht sie aus, die neu errichtete Totalphütte, die ja durch einen Lawinenabgang 2019 komplett zerstört und nun wieder aufgebaut wurde. Die Rast hier muss noch ein wenig warten, denn ich möchte davor noch den Gipfel erklimmen.

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Rundumblick von der Schesaplana

Ich erreiche den Gipfel der Schesaplana und bin nicht alleine. Sehr viele andere Wanderer haben sich bei diesem schönen Wetter auf den Weg gemacht. Die Sicht ist phantastisch und der Rundumblick ein wahrer Genuss. Ich liebe das Gefühl von Freiheit und ganz oben auf dem Gipfel zustehen. Rund eine viertel Stunde verweile ich hier. Esse eine Kleinigkeit bevor es weitergeht, denn es liegt noch ein recht langer Weg vor mir. Ich habe mir vorgenommen, auf die Gamsluggen aufzusteigen, um den schönsten Ausblick auf den Lünersee zu erhaschen.

Die Gamsluggen und das Gafalljoch

Ich steige von der Schesaplana fast bis zur Totalphütte ab. Ein Wegweiser zeigt mir den Weg zur Gamsluggen, dem ich nun weiter folge. Zuerst geht es gemütlich auf und ab manchmal über Felsen aber immer gut markiert. Der Weg wird in weiterer Folge recht ausgesetzt und steil, die Landschaft wild und rauh. Ich erreiche die Gamsluggen nach einem kurzen aber sehr steilen Stück. Hier ist der Weg teilweise mit einem Drahtseil gesichert. Oben angekommen ist der Ausblick auf den Lünersee einfach ein Traum. Hier kann man besonders schön die Herzform des Lünersees erkennen. Um hierher zu kommen müsst ihr auf jeden Fall schwindelfrei und trittsicher sein.

Abstieg über die Lünerseealpe bis zur Douglashütte

Nachdem hier ein Highlight dem anderen folgt und man aus dem staunen nicht mehr heraus kommt, geht es für mich nun wieder zurück auf die Totalphütte. Von hier nehme ich den Weg der rechtshaltend zum Lünersee hinabführt. Bei der gesamten Wanderung habe ich 15,3 Kilometer zurückgelegt. Im nachhinein habe ich gesehen, dass der Weg über das Gafalljoch nicht weiter gewesen wäre. Das merke ich mir fürs nächste Mal.

Müde aber sehr zufrieden und mit vielen tollen Erinnerungen an diese herrliche Wanderung geht es zurück nach Hause. Der höchste Berg im Rätikon stand schon sehr, sehr lange auf meiner Bucket Liste und ich bin glücklich, dass ich ihn allein bezwingen konnte.

Ich hoffe, das Wetter hält sich noch eine Weile und es folgen noch einige tolle Wanderungen in Herbst.

Bis bald

Eure Bine

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