Wenn sich der Sommer langsam zu Ende neigt steigt meine Vorfreude auf den Herbst. Die Tage werden kürzer und die Natur verändert sich. Ich freue mich jedes Jahr ganz besonders auf die bunten Lärchenwälder, von denen man besonders viele in der Schweiz findet. Vor allem das Engadin und auch Graubünden zeigt sich da von seiner schönsten Seite. Heute zeige ich euch meine Lieblingsorte und wo die Schweiz im Herbst am Schönsten ist.
Wo die Schweiz im Herbst am schönsten ist.
Wenn sich der Sommer langsam verabschiedet und die Tage kürzer werden, verwandelt sich die Schweiz in ein wahres Farbenmeer. Während die bekannten Berggipfel bereits den ersten Schnee tragen, leuchten die Täler und Wälder in den schönsten Farben. Und wenn der Morgennebel noch tief im Tal festsitzt, offenbart sich weiter oben ein phantastisches Panorama. Wo ihr genau das zu sehen bekommt, zeige ich euch jetzt.
Der Seealpsee im Alpstein
Die Wanderung zum Seealpsee im Schweizer Alpstein (Appenzellerland) gehört zu den landschaftlich eindrucksvollsten Erlebnissen der Region. Der unberührte, tiefblaue Bergsee liegt eingebettet in steile Felswände auf 1.143 m Höhe. Die Spiegelungen des Säntis Gipfels im Seealpsee ist ein unvergessliches Erlebnis.




Facts zur Tour:
Ausgangspunkt: Wasserauen in der Schweiz. Beim großen Parkplatz bei der Ebenalpbahn parkieren. Der Wanderweg ist ausgezeichnet
beschildert.
Dauer der Wanderung: Der Zeitbedarf wird mit 2 bis 3 Stunden angegeben (inklusive Rundwanderung).
Wer für Fotos etwas Zeit braucht, der sollte etwas mehr einplanen.
Schwierigkeit: einfache Wanderung
Höhenunterschied: jeweils 354 m Höhenmeter beim Auf- und Abstieg
Infos zur Wanderung findet ihr unter www.appenzell.ch beim Appenzeller Tourismus.
Beschilderung: Der Weg ist sehr einfach zu finden und richtig gut beschildert!
Auch auf der Seite von Bergwelten findet ihr die Tour inkl. GPX Code.
Alternativ könnte man auch die Rundwanderung über das Wildkirchli
und über den steilen Abstieg bis zum Seealpsee wandern.
Diese Wanderung ist jedoch sehr anspruchsvoll.
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Herbstwanderung Saxerlücke
Wir bleiben im Alpstein: Wenn ich euch ein paar Schlagworte zu dieser Wanderung sage, dann wisse viele von euch schon, wohin es geht: Saxer Lücke, Fählensee, Sämtisersee Staubern! Unsere Wanderung führt uns vom Berggasthaus Staubern über den Furggelengrat zur Saxer Lücke. Dass die Wanderung zur Saxerlücke unbedingt im Herbst auf eurer Liste stehen soll, zeigt dieses Bild. Das Tal eingebettet in einen Wattebausch und darüber ein strahlend blauer Himmel, der schöner nicht sein könnte.




Facts zur Tour:
Ausgangspunkt: Talstation der Staubernbahn in Frümsen Kanton St. Gallen
Erreichbar von Bregenz über die A 14 bis Mäder und anschl. auf der Schweizer Autobahn
(Achtung Vignettenpflicht) weiter bis zur Autobahnausfahrt Sennwald.
Weiter auf der Landstraße bis Frümsen. Alternativ auf der Bundesstraße bis nach Frümsen.
Staubernbahn: Berg- und Talfahrt Kosten Hin- und Retour 40 Schweizer Franken
Wegführung: Von der Bergstation Staubern über die Stauberenkanzel und dem
Furggelenfirst zur Saxer Lücke, weiter zur Bollenwies und dem Fählensee,
Sämtisersee, Kurz vor dem Sämtisersee steil aufsteigend zum
Staubernsattel bis zur Bergstation Staubern. Alternative Möglichkeiten siehe oben.
Talfahrt mit der Staubernbahn.
Höhenmeter: 650 Höhenmeter Länge: knapp 10 Kilometer
Dauer: Wir waren gesamt 6 1/2 Stunden inkl. Bahnfahrt und Pausen unterwegs.
Plant diese Wanderung als Tageswanderung ein, denn es gibt so viele tolle Fotospots
und Möglichkeiten, die Natur zu genießen.
Wichtig: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist Voraussetzung.
Ich würde diese Wanderung als mittlere Schwierigkeit einstufen.
Wanderung zum Lago da Saoseo
Unsere Reise führt uns nun weiter über nach Graubünden. Die Temperaturen fallen und die Natur zeigt sich in den schönsten Farben.Wir haben uns als Ziel die Wanderung zum Lago da Saoseo ausgesucht. Das wildromantische Val di Camp gilt als eines der schönsten Bergtäler Graubündens. Der Bergsee liegt auf 2.029 m im Gemeindegebiet von Poschiavo. Aufgrund der intensiven Farbe zählt dieser Bergsee zu den schönsten der Schweiz.







Facts in Kürze
Am Parkplatz in Sfazù die Straße queren und auf der gegenüberliegenden Straßenseite dem
Forstweg hinauf in den Wald folgen. Bald erreicht man offeneres Gelände und einige vereinzelte Almgebäude.
Über Salva und dann geht es immer tiefer hinein ins wildromantische Val da Camp.
Auf ca. 1.830 m kommt man an eine Weggabelung. Hier hält man sich links und erreicht kurz
darauf Salina (1.892 m). Weiter der Straße folgend gelangt an über Plansena und Rügiul
schließlich zum Rifugio Saoseo auf (1.985 m).
Von der Hütte ist es auf einem guten Steig nicht mehr weit bis zum wunderschön gelegenen Lago de Saoseo.
Auf dem gleichen Weg geht es dann wieder zurück nach Sfazù.
Dauer: ca. 3 Stunden
Länge: 9,2 km
Aufstieg 437 hm
Abstieg 437 hm
Diese Route ist auch mit dem Mountainbike gut machbar. Da folgt man immer
der Straße die zum Rifugio Saoseo führt und erreicht danach in kurzer Zeit den Lago da Saoseo!
Lagh da Palü
Der Lagh da Palü ist gar nicht so schwer zu erreichen, wenn man es so macht, wie wir es gemacht haben. Wir sind mit unserem Auto bis zum Parkplatz des Gletschergartens Cavaglia gefahren. Von dort kann man den Aufstieg zum Lagh da Palü zu Fuß machen oder man nimmt ganz einfach die Räthische Bahn.
Wir nehmen die Bahn, fahren eine Station weiter und steigen dann bereits bei der nächsten Station in Alp Grüm wieder aus. Von dort wandern wir bis zum Lagh da Palü und steigen auf dem gut ausgeschilderten Wanderweg wieder zum Ausgangspunkt ab. Bei der Alp Grüm angekommen wird man mit dem atemberaubenden Blick auf den mächtigen Palü-Gletscher belohnt.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, einmal mit der Räthischen Bahn zu fahren, dann macht es. Dieser Streckenabschnitt gehört zu den spektakulärsten der Räthischen Bahn. Ohne Zahnrad bezwingt der Zug hier in kühnen Serpentinen und engen Schleifen einen enormen Höhenunterschied. In vielen Kurven kann man je nachdem in welchem Waggon man sitzt, das Ende des Zuges oder den Anfang des Zuges sehen.
Wer jedoch mehr Wert auf die Bahnfahrt legt und nur ein kurzes Stück bis zum Lagh da Palü laufen möchte, der kann bereits in Poschiavo in die Räthische Bahn einsteigen und das Endziel Alp Grüm wählen. Zurück geht es dann auch weider mit der Bahn.



Vom Berninapass zum Silvaplanasee und Silsersee
Die gesamte Strecke vom Berninapass bis zum Silsersee ist im Herbst einfach traumhaft schön. Ihr findet eine Vielzahl von Fotospots auf dieser Strecke, welche direkt an der Straße liegen. Ich hab euch ein paar tolle Bilder zusammengestellt. So bekommt ihr einen schönen Überblick, was es da alles zu sehen gibt.








Von St. Moritz über den Albulapass zum Palpuognasee
Wenn ihr von St. Moritz über Albulapass in Richtung Bergün fahrt, dann kommt ihr direkt beim Palpuognasee vorbei. Dort solltet ihr unbedingt einen Halt einplanen. Der kurze Fußweg zum See ist nicht zu übersehen und überrascht mit einem grandiosen Blick auf den wunderschönen See, der inmitten der Lärchenwälder liegt.





Diesen phantastischen Blick gibt es vom Aussichtspunkt Julier – Silvaplana (Koordinaten: 46.465414, 9.798297)

Das Tessin mit seinen wunderschönen Seitentälern
Das Verzascatal
Auch der südlichste Teil der Schweiz – das Tessin – ist besonders im Herbst eine Reise wert. Da empfehle ich die schönen Seitentäler wie das Maggiatal oder das Valle Verzasca. Das 25 Kilometer lange Verzascatal zählt bestimmt zu den schönsten Tälern im Tessin und liegt eingebettet in einer grandiose Bergwelt. Der Fluss Verzasca ist ein smaragdgrüner Fluss, der durch das Tal führt. Hier findet man herrliche Schluchten und tiefe Becken, in denen man im Sommer baden kann. Die feingeschliffenen Felsen schimmern in den schönsten Farben. Habt ihr gewusst, dass das Verzascatal auch das grüne Herz des Tessins genannt wird?


Das Maggiatal
Das Maggiatal liegt im Norden von Locarno und ist das größte Tal der italienischen Schweiz. Es umfasst einige Seitentäler wie zum Beispiel das Rovanatal oder das Bavonatal. Das besonders bei Kletterern bekannte Maggiatal bietet zahlreiche Klettertouren und auch im gesamten Tal verstreut findet man eine Menge Kletterfelsen aus feinstem Granit.
Wir sind ganz fasziniert von den kleinen Dörfern, die sich etwas verstreut befinden. Besonders schön finden wir Sabbione. In Bagniasco neben der Kirche befindet sich eine tolle Steinbrücke. Auch ein Halt bei der Ponte di Chial Fontana ist Pflicht. Wenn ihr die Fahrt fortsetzt, kommt ihr ins Bavonatal und zum bekannten Ort Foroglio mit dem mächtigen Cascate di Foroglio. Es lohnt sich durch das winzige Örtchen zu schlendern. Wenn ihr der Beschilderung Panoramapoint folgt, dann kommt ihr ganz nahe an den Wasserfall heran.






Das waren sie, meine Lieblingsorte der Schweiz im Herbst.
Vergessen habe ich vielleicht noch Saas Fee. Dort waren wir im Sommer und ich habe einen Tipp bekommen, dass es im Herbst auch phantastisch sein soll. Wer den Beitrag vom Sommer nachlesen möchte, der findet ihn hier. Wenn wir es dieses Jahr noch dorthin schaffen, dann werde ich diesen Beitrag ergänzen. Ansonsten müsst ihr euch noch ein wenig gedulden.
Bis dahin
Alles Liebe
Eure Bine





