In der südlichen Ägäis, nur wenige Kilometer von der Insel Kos entfernt, liegt die kleine griechische Insel Kalymnos. Einst war die Insel vor allem für ihre Schwammtaucher bekannt. Heute zieht es vor allem Kletterbegeisterte aus aller Welt nach Kalymnos. Die beeindruckenden Kalksteinfelsen, die sich rund um die Insel erstrecken, bieten unzählige Kletterrouten und machen Kalymnos zu einem der beliebtesten Kletterziele weltweit. Doch die Insel hat noch weit mehr zu bieten als Felsen zum Klettern.
Kalymnos begeistert mit seinem ganz eigenen Charme: kleine, ursprüngliche Dörfer, türkisblaues Meer, versteckte Buchten und eine entspannte griechische Lebensart. Abseits der Kletterfelsen gibt es viel zu entdecken – von malerischen Küstenorten und traditionellen Tavernen bis hin zu einsamen Stränden und beeindruckenden Landschaften.
Heute zeige ich euch meine Lieblingsplätze und alles, was Kalymnos sonst noch zu bieten hat.
*überarbeitet 2026

Wie komme ich am besten nach Kalymnos
Kalymnos erreicht ihr am einfachsten über den Flughafen von Kos. Vom Flughafen geht es mit dem Taxi zum Hafen von Mastichari. Von dort aus setzt ihr mit der Fähre nach Kalymnos über. Zielhafen ist Pothia, die Hauptstadt und der wichtigste Hafen der Insel.
In der Regel sind die Fährverbindungen auf die ankommenden Flugpassagiere abgestimmt, sodass die Fähren häufig noch auf Reisende vom Flughafen warten. Darauf verlassen sollte man sich allerdings nicht – gerade bei Verspätungen kann es schnell knapp werden. ;-)
Wer seine Reise lieber unkompliziert organisiert, findet bei verschiedenen Reiseveranstaltern auch Pauschalangebote für Kalymnos.
Wir haben unsere Reisen nach Kalymnos bisher immer individuell zusammengestellt und Flüge sowie Unterkunft separat gebucht. So konnten wir unsere Reise ganz nach unseren eigenen Vorstellungen planen.

Wo übernachte ich am Besten auf Kalymnos?
Auf Kalymnos gibt es eine Vielzahl von Studios und Appartements. Wir bevorzugen es aber meistens in einem Hotel mit Frühstück zu übernachten. Davon gibt es inzwischen sehr viele auf Kalymnos. Wir haben uns bei unseren letzten Besuchen im Hotel Elena Village – direkt unter der Grande Grotte einquartiert. Der Blick vom Pool direkt hoch zur Grande Grotta ist genial. Ein kleiner Vorgeschmack auf eine Reise nach Kalymnos zeige ich euch mit ein paar Eindrücken vom Hotel Elena Village.






Wenn ihr ein Apartment direkt in Pothia sucht, dann kann ich euch die City Stone Houses empfehlen. Auf die Direktbuchung gibt es 30 % Rabatt. Erwähnt bei der Buchung einfach Moosbrugger-Climbing – dann bekommt ihr den entsprechenden Rabattcode.
Es gibt 2 verschiedene Apartments das City Stone House 1 und das City Stone House 2 und beide befinden sich direkt am Hafen in Pothia. Beide Apartments bieten Platz für bis zu 5 Personen und haben jeweils 2 Schlafzimmer. Mehr dazu unter diesem Link:
Hier ein paar Eindrücke des City Stone House Nr. 1:


Und vom City Stone House Nr. 2 gibt es ebenfalls ein paar Eindrücke:


Wie erkunde ich am besten die Insel Kalymnos
Das beste Fortbewegungsmittel hier ist mit Abstand der Scooter. Mit diesem kann man die Insel leicht erkunden. Mietstationen gibt es fast überall. Nutzt diese Möglichkeit, denn die Insel ist wirklich schön. Die Insel ist nicht groß und ihr könnt gut an einem Tag die komplette Insel mit den Scooter umrunden.
Wenn ihr mit mehreren Personen unterwegs seid, bietet es sich auch an, einen Mietwagen zu nehmen.
Gut zu wissen: Falls ihr in der Hauptsaison nach Kalymnos kommen wollt, unbedingt einen Scooter oder das Mietauto vorab buchen.

Das sind die schönsten Orte auf Kalymnos
Pothia
Wenn man mit der Fähre von Kos nach Kalymnos reist, erreicht man den Hafen von Pothia, dem lebhaften Zentrum der Insel. Entlang der Hafenpromenade laden zahlreiche Bars und gemütliche Restaurants zum Verweilen ein. Auch wer gerne einkauft, findet hier eine große Auswahl an Geschäften. Pothia ist zudem der wichtigste Verkehrsknotenpunkt von Kalymnos und ein zentraler Anlaufpunkt für Fähren. Daher wird der Hafen auch bei vielen Inselhopping-Routen durch die Ägäis angesteuert.

Toller Aussichtspunkt mit Blick über Myrties
Wenn ihr euch auf den Weg von Pothia nach Myrties begebt, dann macht einen kurzen Halt an der Straßenkehre am höchsten Punkt, wo es einen hervorragenden Blick auf Myrties und Massouri gibt. (nicht zu übersehen)! Hier am kleinen Hafen wechseln kleine Boote mit denen auch Gäste befördert werden, von Kalymnos auf Telendos und retour.
Erkundigt euch frühzeitig, wann das Boot fährt, denn oft warten die Bootsbetreiber bis das Boot voll ist und erst dann geht die Überfahrt los.

Masouri – die Anlaufstelle für Kletterer auf Kalymnos
Nach Masouri kommen die Sportkletterer aus der ganzen Welt. Die Kletterfelsen sind in kürzester Zeit erreichbar. Die Auswahl an Kletterrouten ist riesig. Inzwischen gibt es in diesem kleinen Ort mehrere Klettergeschäfte u. eine große Anzahl an Studios/Pensionen. Auch einige Hotel befinden sich an der Westküste.



Telendos – die Nachbarinsel von Kalymnos
Wie wäre es mit einem kurzen Abstecher auf die Nachbarinsel Telendos? Dort geht es deutlich ruhiger zu: Die kleine Insel besteht aus nur wenigen Häusern und ist vor allem bei Kletterfans beliebt, die hier zahlreiche attraktive Kletterrouten vorfinden. Besonders empfehlenswert ist der Strand von Hohlaka, an dem sich auch Liegestühle mieten lassen. Telendos ist nicht mit dem Auto oder einer Fähre erreichbar, sondern ausschließlich per Boot. Die Überfahrt erfolgt von der Nachbarinsel Kalymnos aus und ist schnell und unkompliziert.


Traumhafte Sonnenuntergänge auf Kalymnos
Auf Kalymnos habe ich die schönsten Sonnenuntergänge gesehen. Diesen solltet ihr nicht verpassen!
Mein Tipp: Fahrt mit dem Roller von Masouri in Richtung Arginonta. Auf etwa halber Strecke gibt es wunderbare Aussichtspunkte, um den Sonnenuntergang zu beobachten.
In der Bucht von Arginonta kann man auch gemütlich Baden und es gibt auch Sonnenliegen zu mieten.

Emporios und die wunderschöne Pirates Beach
Kurz vor dem kleinen Ort Emporios liegt der idyllische Pirates Beach. Hier laden einige urige Bars und kleine Restaurants mit typisch griechischer Küche zum Verweilen ein. Auch am Strand von Emporios findet man gemütliche Tavernen, die vor allem für ihre hervorragenden Fischgerichte bekannt sind.
Palionnisous Beach
Etwas abseits liegt der idyllische Palionnisou Beach, der mit seinem türkisblauen, glasklaren Wasser zum Entspannen und Verweilen einlädt. Einige kleine, gemütliche Bars sorgen für Erfrischung und laden zu einer Pause ein. Besonders nach einem anstrengenden Klettertag an den umliegenden Felsen bietet der Strand den perfekten Ort, um den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.
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Vaty
Vathy ist eine grüne Oase auf der ansonsten eher kargen Insel Kalymnos. Durch das fruchtbare Tal mit seinen zahlreichen Zitrusbäumen führt der Weg bis zur malerischen Bucht von Rina, die mit ihrer schmalen, fjordähnlichen Form besonders beeindruckend ist. Rund um den kleinen Hafen laden gemütliche Tavernen und Cafés zum Verweilen ein. Hier kann man frischen Fisch und typisch griechische Spezialitäten genießen und die ruhige Atmosphäre fernab der touristischen Zentren erleben.
Auch die Umgebung von Vathy lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann zudem mit einem kleinen Boot zu abgelegenen Stränden aufbrechen.
Von hier aus besteht auch die Möglichkeit zum Deep-Water-Soloing. Dabei werden die Felsen ohne Seilsicherung erklommen. Wer den Halt verliert oder abspringt, landet direkt im Wasser. Die Kombination aus Klettern, Meer und spektakulärer Landschaft macht diese Variante des Kletterns zu einem besonderen Erlebnis.

Das Kloster Agios Savvas auf der Anhöhe von Pothia
Ein Besuch des Klosters Agios Savvas oberhalb von Pothia kann ich euch ebenfalls ans Herz legen. Hier hat man einen phantastischen Ausblick auf die Stadt. Unterhalb des Klosters befindet sich ein Naturkräuterladen. Viele verschiedene Salben u. Tinkturen aus den auf der Insel wachsenden Kräutern werden hier hergestellt und verkauft.
Wenn man vom Kloster Agios Savvas der Straße weiter in Richtung Südwesten folgt, erreicht man den kleinen, idyllischen Ort Vlichadia. Die gemütliche Bucht lädt mit einigen Tavernen zum Verweilen ein, die vor allem für ihre frischen und schmackhaften Fischgerichte bekannt sind.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Maritime Museum. In vier Ausstellungsräumen gibt es zahlreiche Fundstücke aus der Unterwasserwelt zu entdecken. Dazu gehören Schwämme in unterschiedlichen Größen, unzählige Muscheln, antike Figuren sowie Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg, darunter Flugzeugpropeller und Granaten. Die Exponate wurden größtenteils vom Meeresgrund geborgen und geben einen faszinierenden Einblick in die maritime Geschichte der Region.


Geheimtipp
Einen weiteren Tipp für einen kurzen Halt und meinen absoluten Lieblingsplatz auf Kalymnos möchte ich euch nicht vorenthalten. Wenn ihr auf der Straße von Vathis nach Pothia fahrt, dann seid achtsam u. schaut immer wieder nach links. Es ist nichts angeschrieben, aber eine sehr steile Straße führt direkt in einer Linkskurve ans Meer. Folgt dieser Straße, welche dann nach ca. 400 m in einen Schotterweg übergeht. Der Weg ist ein wenig abenteuerlich, aber am Ende befindet sich ein wunderschöner einsamer Strand mit einer kleinen Bar. Hier bekommt man eine kleine Auswahl an sehr guten Speisen. Ein perfekte Platz um zu verweilen. Und so sieht es dort aus.

Natürlich gibt es auf Kalymnos noch viele weitere schöne Orte und versteckte Plätze zu entdecken. Die hier vorgestellten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele gehören jedoch zu meinen ganz persönlichen „Best Places of Kalymnos“.
Haltet also die Augen offen und nehmt euch die Zeit, die Insel abseits der bekannten Wege zu erkunden. Gerade die kleinen Buchten, versteckten Strände und ursprünglichen Orte machen den besonderen Charme von Kalymnos aus. Es gibt wirklich viel zu entdecken!







Das besondere an Kalymnos
Was mir an Kalymnos besonders gut gefällt, ist die Ruhe und Gelassenheit, die man auf der Insel spürt. Die kleinen, beschaulichen Orte, in denen sich jeder kennt, die herzlichen Menschen und die entspannte Atmosphäre machen Kalymnos für mich zu einem ganz besonderen Reiseziel.
Dazu kommt das leckere griechische Essen – allen voran die fantastischen Tuna-Steaks, die für mich bei keinem Kalymnos-Aufenthalt fehlen dürfen. ;-) Man fühlt sich auf der Insel einfach überall willkommen und wird schnell von dieser besonderen Mischung aus Herzlichkeit und Lebensfreude angesteckt.
Und natürlich darf eines nicht fehlen: das Klettern! :-)))
Ward ihr schon mal auf Kalymnos? Kenne ich einen eurer Lieblingsplätze noch nicht? Lasst es mich wissen. Bald bin ich wieder in dieser schönen Gegend. Danke schon mal für die Tipps.
Eure Bine
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7 Kommentare
Hallo Bine,
toller Bericht.
Wir klettern leider nicht, bietet die Insel trotzem genug für 4 Nächte?
Wir wollen es Ende September mit einem Inselhopping Kos und Nisyros verbinden
Danke
Grüße
Thomas
Sehr schöner und persönlicher Guide zu Kalymnos! Besonders gut gefällt mir, dass der Fokus nicht nur auf Klettern liegt, sondern auch auf den kleinen Buchten, Dörfern und Sonnenuntergängen – genau das macht die Insel ja so besonders.
Oh, vielen lieben Dank für die schönen Worte. Diese Einblicke sind wirklich sehr beeindruckend.
Schön, dass der Beitrag dir gefällt.
glg
Bine
Moin,
schöner Beitrag und tolle Eindrücke einer Insel, die ich noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Die Bilder sehen aber schonmal sehr gut aus. Danke für Deine Inspiration.
Beste Grüße
Tobias
Hallo Tobias,
das freut mich sehr, wenn ich Inspirationen für einen Besuch
eher unbekannte Insel geben kann.
Falls Du mal eine schöne Übernachtungsmöglichkeit suchst, kann ich
Dir das Elene Village in Massouri/Armeos empfehlen. Hier passt einfach alles.
Viele Spaß bei Deinem Besuch, falls Du mal nach Kalymnos kommst.
Schöne Grüße
Sabine
Wow, das liest sich toll! Mir haben damals die Kykladen-Inseln Íos und Folégandros so gut gefallen, eben weil diese beiden auch noch so ursprünglich und wenig bekannt sind. Kalymnos klingt ähnlich, bzw. ich muss ehrlich gestehen, dass ich diese Insel vor dem Lesen deines Artikels noch gar nicht kannte. Der Beweis, das Griechenland noch so einige unentdeckte Perlen zu bieten hat!
Liebe Stefanie,
ja die griechischen Inseln, vor allem die nicht so bekannten
sind noch so ursprünglich und das finde ich so faszinierend.
Schön, dass Dir mein Beitrag gefallen hat.
Dann vielleicht bis bald auf einer der noch nicht
so bekannten Inseln in Griechenland.
Ganz liebe Grüße
Sabine