Der spektakuläre Sulzfluh Klettersteig im Rätikon

Einen ganz besonders schönen Klettersteig möchte ich euch heute vorstellen. Dieser stand schon seit längerer Zeit auf  meiner Liste der Klettersteige, welche ich noch machen möchte. Diese wird immer länger anstatt kürzer.;-) Deshalb habe ich den Feiertag genutzt, um  den spektakulären  Klettersteig an der Sulzfluh Südwand im Rätikon zu besteigen.  Mit dabei war dieses Mal die liebe Sabrina – somit waren “Lady’s on tour” und wir hatten jede Menge Spaß! Von unserer perfekten Tag möchte ich euch heute erzählen.

Der Sulzfluh Klettersteig im Rätikon

Der Sulzfluh Klettersteig im Rätikon zählt zu den schwierigeren Steigen in unserer Region und ist mit der Schwierigkeit D angegeben. Auch die Zustiegs- und Abstiegszeiten sind nicht ohne. Nichts desto trotz stand diese Tour auf unserem Programm. In unserem Topo wird er als sehr schöner Plaisir- und Sportklettersteig beschrieben. Dieser zieht sich durch die Südwand der Sulzfluh und ist gut abgesichert. Und ich kann sagen, es ist wirklich so. Langer Zustieg, toller Steig und sehr langer Abstieg. Dies hat sich dann am Ende des Tages auch in unseren Beinen bemerkbar gemacht. Nun aber zu den Details:

Der Zustieg

Der Zustieg zum Sulzfluh Klettersteig kann über St. Antönien (CH) oder die Lindauer Hütte erfolgen. Das Topo und die Infos dazu gibt es wie immer unter bergsteigen.com Wir jedoch wählten den Aufstieg über die Tilisunahütte in Richtung Gemstobel. Wunderschön ist es hier, das bimmeln der Kuhglocken und dieses schöne Panorama sind “einfach großartig”!!! Nach der Abzweigung Gemstobel gehen wir weiter in Richtung Carschinahütte (CH). Es ist hier etwas unübersichtlich. P.S.: Wenn wir uns auf den Weg konzentriert und nicht so viel geredet hätten…. wäre uns der Umweg erspart gewesen, aber lustig wars!!! Bei der Abzweigung “zum Sulzfluh Klettersteig”folgen wir diesem Weg bis zum Einstieg. Das letzte Stück führt dann über ein Geröllfeld , bis man schon von weitem die Einstiegsleiter sehen kann. Immer wieder schauen wir auf den darunterliegenden kleinen See, welcher in dunklem tiefgrün schimmert. Ach, ich liebe Bergseen. Bevor wir in den Klettersteig einsteigen gibt es noch eine kleine Stärkung.

In dieser Gegend hören wir immer wieder das Pfeifen der Murmeltiere und siehe da, plötzlich aus dem Nichts tauchen sie auf, die süßen Murmeltiere. Ich war leider zu langsam, um ein Foto zu machen….so schnell waren sie auch wieder verschwunden.

Die Tilisunahütte ist schon von weitem sichtbar!
Wo geht es hier nur weiter???
Durch diese Felslandschaft erfolgte unser Zustieg.

Der Sulzfluh Klettersteig 

Beim Einstige des Klettersteiges hatten wir Glück, dass wir vor den 3 anderen Personen, welche sich auch für den Klettersteig zurecht machten, einsteigen durften. Es ist immer angenehm, wenn nicht zu viele Begeher vor einem im Steig sind. So geht es für uns Beide rasch voran. Gleich zu Beginn des Klettersteiges gibt es eine tolle Leiter. Wir steigen rasch höher und holen die schon eine längere Zeit vor uns eingestiegenen Kletterer ein.
Es ist nicht immer einfach, in einem Klettersteig zu überholen. Doch als wir auf sie treffen, waren sie gerade dabei, sich ins Wandbuch einzutragen. Das Angebot, dass wir überholen dürfen (Danke an franzschuler.com) nehmen wir gerne an. Der Klettersteig führt über viele steile Etappen mit vielen Bügeln und immer wieder schmalen Bändern nach oben. Auch eine kleine Seilbrücke und eine Leiternbrücke gilt es zu überwinden. Für uns Beide aber kein Problem und so stehen wir nach 2 Stunden reiner Klettersteigzeit auf dem Gipfel der Sulzfluh. Wie schön dieses Panorama doch ist. Die drei Türme sind leider in Nebel gehüllt, aber die anderen Gipfel sind sehr gut zu erkennen. Einfach schön…..

Nach einer kurzen Rast und einer kleine Stärkung geht es auch schon wieder weiter, denn der Abstieg ist noch lange und zieht sich…

 

Der Abstieg von der Sulzfluh

Unser Abstieg von der Sulzfluh erfolgt über das steinerne Meer der Sulzfluh. Der Weg ist durch Steinmännchen markiert. Je weiter der Weg geht, umso weniger Markierungen sind vorhanden und deshalb ist der richtige Weg manchmal ein wenig schwer zu finden. Unser Weg führt uns wieder in Richtung Tilisuna Alpe. Eine andere Möglichkeit wäre auch der Abstieg zur Lindauer Hütte.

Verloren im steinernen Meer – wo geht es weiter?

Das durchqueren dieses Steinmeers mit anschließendem Gegenanstieg kam uns lange und anstrengend vor. Doch nach guten 2 Stunden kommen auch wir wieder auf der Tilisuna Alpe an, wo das Bier und das Radler vorzüglich schmeckt. Nach einer wirklich langen Tour freut man sich, über diese Köstlichkeit. Doch lange verweilen wir nicht auf der Hütte, denn es folgt noch ein weiterer Abstieg bis zur unteren Tilisuna Alpe. Alles in allem eine sehr lange Tour, wenn man diese über den Anstieg von Tschagguns aus wählt.

Facts in Kürze

Anfahrt: Auf der Rheintalautobahn A 14 bis Bludenz / Montafon. Weiter bis zur Ausfahrt Tschagguns

Zusteig: Tschagguns/Ziegerberg, bis zur unteren Tilisuna Alpe nur mit Fahrberechtigung.
Alternativ: Tschagguns/ Latschau bis Lindauerhütte. Ab dort gibt es dann auch den Weg übers das steinerne Meer

Schwierigkeit: Der Klettersteig ist mit der Schwierigkeit D (schwer) angegeben.

Länge des Klettersteiges: 420 Höhenmeter nur der Klettersteig. Die Absicherung ist perfekt.

Ausrüstung für den Klettersteig: normale Klettersteig Ausrüstung. Eventuell Stöcke für den Abstieg.

Abstieg: Für uns geht es über das Steinerne Meer der Sulzfluh zurück bis zur Tilisunahütte und danach bis Fischkaltern und Tschagguns.

Einkehrmöglichkeiten: Die einzige Möglichkeit auf dieser Tour war die bewirtschaftete Tilisuna Alpe.

Topo und Infos zu weiteren Zustiegsvarianten: Diese findet ihr unter bergsteigen.com

Wer von euch hat den Sulzfluh Klettersteig bereits gemacht? Von welcher Seite seid ihr zugestiegen? Wie hat er euch gefallen und welchen könnt ihr sonst in dieser Region empfehlen? Ich freu mich auf regen Austausch.

Macht’s gut und bis bald

Eure Bine

 

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