Die Dolomiten – ein wahres Wandereldorado. Aber hier könnt ihr nicht nur wandern, sondern auch klettern und Mountainbike-Touren machen. Wir sind sehr gerne in den Dolomiten unterwegs und in den vergangenen Jahren auch mit unseren E-Mountainbikes. 5 außergewöhnliche Routen haben wir uns angeschaut und möchte ich euch heute zeigen. Unter anderem auch die SELLARONDA, welche man nicht nur mit den Skiern absolvieren kann, sondern auch mit dem Rad.
Die Panorama-Tour auf die Seiser Alm
Die Seiser Alm ist mit 52 km“ das größte Hochplateau Europas. Es bietet eine grandiose Berglandschaft. Im Sommer findest du bunte und saftige Wiesen vor. Wir haben selten so große und schöne Blumenfelder gesehen wie hier.
Los geht es mit der Seilbahn St. Ulrich – Seiser Alm. Hier können wir unsere Räder in der Gondel mitnehmen. Das Ticket für die Bergfahrt kostet inklusive der E-Bikes (Stand Juli 2024) € 28,00.
Wir starten mit unsere E-Mountainbikes von der Bergstation der St. Ulrich Seilbahn in Richtung Compatsch. Die Wege wechseln sich mit Asphalt und Schotter ab und es sind leichte Höhenunterschiede zu überwinden. Sanfte Hügel mit urigen kleinen Hütten schmücken das Bild und im Hintergrund die großen Wände der Dolomiten. Eine grandiose Kulisse begleitet uns auf der gesamten Tour.
Unser nächstes Ziel ist ist die Mahlknechthütte mit den kleinen See, indem sich auch hier die mächtigen Berge spiegeln. Wir passieren verschiedene Almen unter anderem auch die Edelweiss Hütte. Eine der schönsten, die ich bisher in den Dolomiten gesehen habe. Auf der Edelweiss Hütte machen wir eine Rast. Anschließend geht es talwärts weiter bis nach Saltria, vorbei an Alis Aurum Dolomitae und dann talwärts bis nach Wolkenstein. Von dort fahren wir entlang des Radweges bis nach St. Ulrich zurück.
Hier habe ich euch ein paar Eindrücke mitgebracht.





E-Mountainbike Tour zur Dreischusterhütte
ab Toblach / Innichen
Ein weitere wunderschöne E-Mountainbike Tour führt von Innichen zur Dreischusterhütte. Es geht von Innichen in Richtung Sexten und in weiterer Folge zur Dreischusterhütte. Wir starten unsere Tour am Parkplatz beim Eingang zum Innerfeldtal. Dort befindet sich der Wegweiser, der zur Dreischusterhütte führt. Bitte fahrt hier vorsichtig, denn der Wanderbus ist hier schnell unterwegs.
Es führt eine asphaltierte Straße vom Parkplatz immer leicht ansteigend durch einen lichten Wald. Die Lichtung öffnet sich und die grandiose Bergwelt der Dolomiten zeigt sich von der schönsten Seite. Kehre für Kehre geht es nun bergauf. Leider hat eine Steinlawine die Straße versperrt. Wir müssen unsere Bikes auf dem Ersatzweg etwas schieben. Die Arbeiten an der Freilegung der Straße sind im vollen Gange. Am Besten erkundigt ihr euch beim Tourismusverband in Innichen, wie die Situation gerade ist.
Der Forstweg führt nun gemütlich bis zur Dreischusterhütte. Am Brunnen füllen wir unsere Trinkflaschen mit glasklarem, kalten Wasser, bevor wir uns eine Stärkung gönnen. Die Dreischusterhütte befindet sich auf einer Höhe von 1.626 m im Talschluss des Innerfeldtales. Von hier aus geht es nur noch zu Fuß weiter. Das Panorama ist gigantisch.
Man könnte von hier aus eine Wanderung zu den Drei Zinnen unternehmen. Die genaue Tourenbeschreibung findet ihr auf der Seite der Drei Zinnen und in meinem Blogbeitrag Dreischusterhütte.
Auch von dieser Tour habe ich euch ein paar Impressionen mitgebracht.





Almenrundtour Villnösser Tal
Eine weitere wirklich lohnenswerte E-Mountainbike Tour führt uns vorbei an den schönsten Almen im Villnösser Tal. Ausgangspunkt dieser Tour ist St. Magdalena in Villnöss. Hier steht auch das kleine bekannte Kirchlein Ranui. Diese Tour führt durch die grandiose Bergwelt der Aferer Geissler und Geislergruppe im Villnöss Tal. Alle Almen, welche man hier besucht, befinden sich auf wunderschönen Plätzen mit einer herrlichen Aussicht.
Erster Halt: Die Kirche St. Magdalena und Kapelle Ranui
Wir parkieren unser Fahrzeug am Parkplatz in St. Magdalena, oberhalb des Busumkehrplatzes. Die Bikes sind startklar und so fahren wir zuerst auf die gegenüberliegende Seite, um die Kirche St. Magdalena zu besuchen. Hier gibt es einen Panoramaweg. Anschließend fahren wir von St. Magdalena vorbei am Rauimüllerhof-Waldschenke und der Kapelle Ranui auf einer Schotterstrasse in Richtung Dusler Alm. Der Weg führt stetig steigend durch den Wald. Manchmal ergeben sich ein paar Ausblicke auf die Geislerspitzen. Diese sind jedoch auf dem Weg recht rar.
Nächster Halt: Dusler Alm
Auf der Dusler Alm eröffnet sich dann ein grandioser Ausblick. Hier kann ich euch einen Einkehrschwung sehr empfehlen. Wenn ihr Geld sparen wollt und trotzdem nicht auf gutes Essen verzichten wollt, dann solltet ihr das Geld hier auf der Dusler Alm ausgeben. Es ist um vieles günstiger als auf der durch Instagram gehypten Geisler Alm. Eine wunderschöne Alm mit sehr freundlichen und aufmerksamen Wirtsleuten mit einem tollen Ausblick auf die Geisler Spitzen.
Weiterer Halt: Geisler Alm
Von der Dusler Alm fahren wir leicht abwärts bis zur Abzweigung Geisler Alm. Dort führt die Schotterstrasse wieder stetig bergauf. Die Geisler Alm steht schon lange auf meiner Bucket Liste, aber als wir dort ankommen, trifft uns fast der Schlag, wie viele Leute sich hier befinden. Der Hype um das beste Bild mit der Spiegelung der Geislerspitzen im Wasser ist enorm und die kleine Wasserpfütze, die wir hier vorfinden, entspricht lange nicht dem, was wir erwartet haben.
Nach einem kurzen Halt zieht uns jedoch gleich weiter auf die etwas höher liegende Gschnagenhardtalm. Mir persönlich war es auf der Geisler Alm viel zu überfüllt. Da gefiel mir die etwas höher gelegene Gschnagenhardtalm besser und ich mag es lieber, wenn es etwas ruhiger zu und her geht. Nach einem Einkehrschwung verlassen wir diese schöne Alm und radeln auf der Schotterstraße wieder in Richtung Villnöß St. Magdalena. Bei der Kirche Ranui stoppen wir nochmals für ein Foto, denn das Licht ist nun etwas besser. Zurück geht es zum Parkplatz beim Buswendeplatz.
Auch von dieser Tour gibt es selbstverständlich ein paar Impressionen und alle Informationen dazu findet ihr unter Almentour Villnösser Tal.







E-Mountainbike Tour zum Lago di Federa
Eine etwas anspruchsvolle E-Mountainbike Tour führt uns zum bekannten Lago di Federa. Ihr habt bestimmt schon die wunderbaren Bilder vom Herbst mit den Spiegelungen der bunten Lärchen im Lago di Federa gesehen. Genau dorthin wollte ich. Somit war der Grundstein für eine etwas spektakuläre E-Mountainbike Tour gelegt. Eigentlich startet die Tour in Cortina d’Ampezzo, aber wir haben uns auf den Weg nach Pocol gemacht und sind dann von dort aus in Richtung Malga Federa gefahren.
Der Weg führt uns entlang einer Forststrasse mit immer wieder steileren Passagen auf die Zufahrtsstrasse zur Berghütte Malga Federa. Von dort kann ich euch nur raten, dass ihr die Räder bei der Hütte abstellt und den Weg bis zum Lago Federa zu Fuß weiter geht. Wir haben uns damals jedoch mit den Bikes auf den Weg gemacht. Die Steigungen hoch zum Lago waren alles andere als einfach. Soweit ich mit erinnern kann, waren die Steigungen mit 25 % angegeben. Und da sollten wir dann auch wieder zurückfahren? Ich bin auf jeden Fall abgestiegen. Mir war das Ganze einfach zu riskant.
Beim Lago Federa habt ihr einen grandiosen Ausblick. Ich lass mal ein paar Bilder sprechen. Zurück ging es für uns auf dem gleichen Weg.






Sella Ronda im Uhrzeigersinn
Die Sellaronda MTB-Tour ist eine der schönsten Panorama Touren durch die Dolomiten. Man radelt über Wiesen, Bergpässe und durchquert 4 Dolomitentäler: Alta Badia, Arabba, Fassatal und Gröden. Durch die Möglichkeit, die Fahrräder mit den Bergbahnen zu transportieren, können die Bergpässe Grödnerjoch, Campolongopass, Pordoijoch und das Sellajoch einfach erreicht werden. Die Abfahrten führen meistens über technisch anspruchsvolle Singletrails und Schotterwege.
Die Sellaronda kann im Uhrzeigersinn oder auch gegen den Uhrzeigersinn erfolgen. Wir können die Fahrt im Uhrzeigersinn empfehlen. Uns erwarten 62,5 Kilometer, Uphill 370 hm und Downhill 4.280 Höhenmeter. Hier kommt man in den Genuss von vielen Abfahrten.
Bei der Fahrt gegen den Uhrzeigersinn legt man eine Strecke von 58,6 Kilometern, 1050 Höhenmetern zurück. Downhill sind es dann 3.835 Höhenmeter.
Den gesamten Beitrag mit allen Informationen zu dieser Tour findet ihr auf meinem Blog unter
Sellaronda – die legendäre Mountainbike Tour in den Dolomiten.








Das waren 5 phantastische E-Mountainbike Touren in den Dolomiten. Es stehen noch weitere auf meiner Bucketliste, die ich vielleicht in diesem Sommer verwirklichen kann. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.
Vorrangig gilt es nun, sich von der Hüftoperation zu erholen, Muskeln und Kondition aufzubauen, damit ich im Sommer wieder richtig fit bin. Ich gebe natürlich alles dafür, denn die Liebe zu den Berge ist mir geblieben.
Bis bald
Eure Bine

