Der neue Klettersteig am Känzele – Variante 3

Ganz in der Nähe von Bregenz befindet der Gebhardsberg und das Känzele. Der aus Konglomerat und Sandstein bestehende Felsriegel, der zum Pfänderstock gehört, ist bei Wanderern, Kletteren und Begehern von Klettersteigen sehr beliebt. Sehr angenehm für Klettersteig Geher ist der kurze Zustieg und deshalb wird er von vielen Besuchern auch mal nach Feierabend besucht.  Vor kurzen wurde nun der neue Klettersteig am Känzele – Variante 3 zur Begehung freigegeben. Dass ich diesen natürlich gleich ausprobieren wollte, liegt auf der Hand.

Der neue Klettersteig am Känzele – Variante 3

Der Einstieg des neuen Steiges befindet sich ca. 50 m rechts vom Einstieg der bereits bestehenden Klettersteige. Der Zustieg (siehe weiter unten) ist angeschrieben und sehr einfach zu finden. Hier könnt ihr meinen Bericht zum  Besuch der bereits bestehenden Klettersteige lesen. Auch findet man ein Topo der Klettersteige am Einstieg. Von hier aus folgt man dem Pfad nach rechts und ist nach ca. 50 m Metern beim Anfang des neuen Klettersteiges (Variante 3).

Am Einstieg der Variante 3 geht es gleich richtig zur Sache.

Beschreibung Variante 3 – Känzele Klettersteig

Los geht es gleich leicht überhängend, mit wenig Tritten – es sind hier noch keine Steighilfen vorhanden. Danach folgt man dem Stahlseil senkrecht empor – und auch hier wurde mit Steighilfen sparsam umgegangen. Es muss vielfach am Felsen angetreten werden, was eine gewisse Erfahrung voraussetzt. So zieht sich der Klettersteig weiter, immer wieder von links nach rechts querend, bis man an einem Überhang angelangt ist. Hier wird nochmals einiges an Kraft benötigt. Es sind zwar Eisenbügel angebracht um den Überhang zu überwinden, aber es ist dann doch etwas anstrengend. Mir gefällt es hier ganz besonders, denn ich liebe steile Passagen. Noch ein kurzes Stück und schon hat man es geschafft. Wem der Überhang zu schwer ist, der hat die Möglichkeit, etwas weiter unter dem Überhang auszuweichen und auf den linken Klettersteig zu wechseln. Somit kann der bisherige Ausstieg gemacht werden.

Steil und vielfach ohne Eisen geht es hoch…
Am steilen Überhang werden noch Kraftreserven benötigt.
Über dem Überhang gibt es eine tolle Aussicht.

….ich liebe die Ausgesetztheit…
… kurz vor dem Ausstieg, bald ist es geschafft.

Fazit:

Mir gefällt der neue Klettersteig sehr gut – es ist schön, wenn man die natürlichen Gegebenheiten am Fels für das Fortbewegen nutzen kann. Für Anfänger ist dieser Steig weniger geeignet. Hier würde ich empfehle, die beiden linken Varianten zuerst zu gehen. Eine Steigerung mit dem rechten Klettersteig – Variante 3 kann dann in Erwägung gezogen werden.

Ein herzliche Dankeschön an die Erschließer und die tolle Arbeit, welche geleistet wurde. Der Klettersteig wird sicherlich vielen Besuchern große Freude machen.

In Kürze:

  • Ausgangspunkt:
    Parkplatz am Gebhardsberg in Bregenz (Parkplatz noch kostenfrei)
  • Zusteig:
    Entlang des markierten unteren Känzeleweges dem Weg bis zum angeschriebenen Einstieg folgen. Es sind Tafeln ” Zum Klettersteig” angebracht.
  • Abstieg:
    Am Kamm entlang talwärts dem Weg folgen, bis man wieder am Parkplatz ankommt.
    (nicht zu verfehlen)
  • Dauer: ca. 1 1/2 Stunden ab dem Parkplatz beim Gebhardsberg
  • Schwierigkeit: D /E
  • TIPP: Sonnenuntergang auf der Terrasse oder dem Aussichtspunk des Restaurants am Gebhardsberg genießen.  (Dazu gibt es hier und hier jeweils einen tollen Bericht dazu.)

Benötigte Ausrüstung:

  • Klettersteigset
  • Helm
  • Sitzgurt
  • Handschuhe
  • Getränk u. eventuell Jause
  • gutes Schuhwerk

Wer hat den neuen Klettersteig schon gemacht? Wie gefällt er euch? Welches ist euer Favourit?
Ich freu mich auf regen Austausch und auf eure Kommentare.

 

 

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Ein Kommentar bei „Der neue Klettersteig am Känzele – Variante 3“

  1. Sieht so aus als hätten wir uns knapp verpasst. Ich habe den Steig auch kürzlich begangen und einen Beitrag hierzu geschrieben. https://insitesport.net/2018/04/15/kaenzele-klettersteig/
    Wenn du zeit hast kannst ja mal reinschauen.

    Deinen Beitrag finde ich sehr lesenswert.
    Vielleicht sieht man sich ja bald mal am Berg…

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